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Es gibt sicherlich nichts drolligeres als einen Hundewelpen. Die erste Euphorie und Freude sollte aber nicht der Grund und die Überlegung sein, einen Welpen aufzunehmen.
Der zukünftige Hundebesitzer sollte deshalb vor dem Erwerb eines Welpen in sich kehren, und genau Überdenken, daß sich das Leben mit der Aufnahme eines Hundes, ähnlich wie bei einem Menschenkind, von heute auf morgen sehr gravierend ändert.
Das neue Familienmitglied ist vom ersten Moment an auf seinen Besitzer angewiesen. Die Erziehung des Welpen in der körperlichen und sozialen Entwicklungsphase erfordert vom seinem Besitzer größte Sorgfalt und Verantwortung, denn der junge Hund wird alle positiven und negativen Erfahrungen aufnehmen, und in der Regel niemals vergessen.
Was nun für den Welpen zählt ist, daß er in aller Regelmäßgkeit seinen Bedürfnissen nachgehen kann und eine Person an seiner Seite hat, die für Ihn da ist, wann immer dieses nötig sein wird, denn der junge Hund hat eine neue Familie und Umgebung gefunden, an die er sich erst einmal in aller Ruhe gewöhnen muß.
Ein junger Welpe ist ein Hundebaby, dem man wie bei einem Menschenkind alles beibringen muss. Der neue Besitzer muss sich diese Zeit intensiv und ausgiebig nehmen, denn der Welpe muss schnell lernen.
Optimal für den jungen Hund nach der Übernahme ist ein erwachsener Mensch, der in den ersten Lebensmonaten viel Zeit zusammen mit dem Welpen verbringt, und Ihm die Aufmerksamkeit gibt, die er benötigt.
Während der Handaufzucht in der Familie reifen die Welpen zu jungen Hunden heran, und es beginnt die Sozialisierung und erste Prägungphase durch die Mutter und seine Geschwister im Rudel. Im Alter von 10 - 11 Wochen gehen die Welpen dann in Ihre neuen Familien über.
Durch die Handaufzucht und den engen Kontakt zum Menschen tragen unsere Aufzuchtmethoden ganz entscheidend zur Entwicklung der Welpen bei.
Wie man dem kleinen Freund das Leben etwas erleichtert ...
10. bis 12. Woche
Dies ist das Alter, um in das neue Zuhause einzuziehen und herauszufinden, wie die Welt außerhalb der Wurfkiste aussieht. Nach den ersten Schutzimpfungen sollten Sie den Welpen möglichst überall mit hin nehmen. Setzen Sie ihn ab, gehen Sie mit Ihm ein paar Schritte, und achten Sie darauf, daß er Ihnen folgt. Dadurch lernt er Sie als Rudelführer zu akzeptieren. Dieses Lebensalter ist entscheidend für die bereits angesprochene Sozialisierung mit dem Menschen.
In dieser Zeitspanne braucht der Welpe mehr als alles andere das Gefühl der Sicherheit. Es ist die sogenannte "Angstprägephase", in der kleine Hunde leicht erschreckt werden können, und vielleicht vergessen Sie nie wieder, was Ihnen Angst eingejagt hat. Welpen in diesem Alter sind geradezu lernbegierig, solange man Ihnen behutsame und konsequente Lektionen erteilt. Einfache Befehle wie "Sitz" oder "Hier" können Sie bereits erlernen. Zu wissen, dass Sie sich freuen, wenn der Welpe auf Zuruf zu Ihnen kommt, stärkt sein selbstbewusstsein und er fühlt sich sicherer, wenn Sie einen bestimmten Tagesablauf strikt einhalten. Achten Sie jetzt unbedingt darauf, dass er Umgang mit Artgenossen hat.
In dieser Phase sind sozialer Umgang und eine behutsame Erziehung wichtig. Wenn der Hund noch nicht Sitz gelernt hat oder darauf zu reagieren und an der Leine zu gehen sollten Sie jetzt unbedingt mit der Erziehung anfangen.
In dieser Zeit sollte auch die Sauberkeitserziehung abgeschlossen werden - von gelegentlichen Pannen abgesehen.
12. bis 16. Woche
In diesen Wochen braucht der kleine Freund besonders viel Aufmerksamkeit und intensiven sozialen Umgang. Fahren Sie fort mit der Erziehung des neuen Familienmitgliedes, seien Sie aber dennoch nicht zu streng mit ihm. So mancher Welpe fremdelt in diesem Alter, und versteckt sich hinter Ihnen, wenn Sie mit Ihn Spazieren gehen. Wenn Ihr Liebling bis heute keine Probleme mit Menschen oder Artgenossen hatte, wird sich seine gesunde Zurückhaltung bald legen. Achten Sie jetzt weiterhin auf intensive Sozialkontakte.
16. Woche bis 6. Monat
Ein Hund kommt mit 16 Wochen in Jugendalter; er ist zwar geistig voll entwickelt, jedoch körperlich und emotional noch nicht; auch ist er noch nicht so aufmerksam wie ein erwachsener Hund. Stellen Sie jetzt Tag für Tag die gleichen Anforderungen an Ihn, damit seine Entwicklung ungestört stattfindet, und er nicht in Verwirrung gerät. Bringen Sie Ihn mit Menschen und andern Tieren zusammen, gewöhnen Sie ihn auch langsam an Situationen, die er vielleicht nicht jeden Tag erlebt, z.B. Autofahren, lauter Straßenverkehr, der Weg zu Ihrem Tierarzt, welcher häufig nicht gut in Erinnerung bleibt, damit er auch diesen Situationen gewachsen ist.
6. bis 12. Monat
Der herangewachsene Hunde erreicht in diesen Monaten seine Geschlechtsreife, dieses gilt für beide Geschlechter. Der Rüde kann jetzt ein wenig aufdringlich werden; sie werden merken, das sich Ihr Hund immer besser konzentrieren kann. Jetzt ist es sehr wichtig, daß Sie mit Ihm regelmäßig trainieren- egal, ob Sie Unterordnungsübungen machen oder ihm nur zum Spaß Kunststücke beibringen.
12. bis 24. Monat
Jetzt wird Ihr vierbeiniger Freund erwachsen, obwohl einige Hunde, vor allem größere Rassen, Ihre emotionale Reife erst mit 30 Monaten erreichen.
Sozialisierung des Welpe
Einen Welpen zu sozialisieren heißt, ihn an Menschen, Orte und Gegenstände zu gewöhnen; jedes mal wenn Ihr Welpe etwas macht, was er noch nie zuvor getan hat, macht er wertvolle Erfahrungen. Die Zeit zwischen der 7. und 16. Woche prägt einen jungen Hund, und er vergisst niemals, was er in diesen Wochen gelernt hat. Seine Erfahrungen, die guten wie die schlechten, prägen seine Persönlichkeit dauerhaft und in der Regel unwiderruflich, machen Ihn zu einem zutraulichen oder scheuen, mutigen oder vorsichtigen, lernwilligen oder eigensinnigen Hund.
Ihr Welpe muss nun die Gelegenheit haben, sich mit der Umwelt im Allgemeinen auseinander zusetzen, gute und nicht so gute Erfahrungen zu machen. Er soll und wird selbstständig entscheiden, in welcher Umgebung er sich sicher fühlt, und er braucht Ihre stetige Führung und Sicherheit.
Das persönliche Umfeld
Wenn Sie Ihren Welpen zu Bekannten oder Freunden mitnehmen, lernt er sich in fremder Umgebung sicher zu fühlen wie auch bei der Begegnung von Fremden auf Spaziergängen und beim Tollen mit anderen Welpen. Er muss Bekanntschaft mit älteren Menschen, Kleinkindern, welche die Eigenschaften haben, Hunde zu Striezen, bärtigen Menschen, Frauen mit Hüten, Teenagern mit Skateboard und Menschen mit Kinderwagen machen, da dieses Personen Ihrem Hund jeden Tag begegnen werden.
Ihr Hund wird sich immer routinierter an tägliche, teilweise aussergewöhnliche Situationen gewöhnen. Lassen Sie Ihren Hund Treppen steigen, auf Gras, Schotter und Asphalt laufen, damit er auch diese Unterschiede kennenlernt.
Der Umgang mit seinen Ãngsten und Nöten
Es gibt zwei grundsätzliche Regeln bei der Sozialisierung eines Welpen: Streicheln Sie Ihn nie, wenn der Angst hat, und loben Sie ihn immer wenn er Mut beweist. Ein kleines Beispiel : Falls Ihr kleiner Angst hat sich einer Sache oder einem Gegenstand zu nähern, lassen Sie Ihn dort, wo er sich befindet, gehen Sie ohne Ihren Hund auf diesen Gegenstand zu. Behandeln Sie diesen Gegenstand wie eine Kostbarkeit, und laden Sie Ihren Hund ein, sich zu Ihnen zu gesellen. Dieses dürfte nicht schwer fallen.
Ihr Welpe wird sich jetzt höchstwahrscheinlich langsam anschleichen, loben Sie Ihn aber erst, wenn er den Gegenstand zumindest mit der Nase berührt hat. Falls möglich streichen Sie Ihrem Hund mit dem Gegenstand über den Rücken, und er merkt das Ihm diese Sache nicht wehtut und er keine Angst davor haben muss; wiederholen Sie dieses regelmäßig, und Sie werden sehen, dass sich dieses Problem im laufe der Zeit von selbst löst.
Ein geregelter Tageablauf
Ihr Hund sollte jeden Tag zur selben Zeit fressen, frisches Wasser bekommen, Unterordnung üben und spazieren gehen. Wenn er all diese Dinge in aller Regelmäßigkeit tut, ist dieses seiner Gesundheit und es erleichtert die Erziehung und Stubenreinheit. Letzteres ist vielen Hundehaltern auch bei mehrere Monaten alten Hunde ein Dorn im Auge.
Ideal wäre es, wenn sich Ihr kleiner im Alter von zehn bis zwölf Wochen daran gewöhnt hätte, das er er vom Aufwachen bis zu Schlafengehen etwa alle drei Stunden sein Geschäft verrichten kann. Er muss Gelegenheit haben, sich nach dem Aufwachen, den drei Mahlzeiten und kurz vor dem Schlafengehen zu erleichtern. Wenn der Hund älter wird, entwickelt sich auch seine Blase, und er muss nicht mehr so oft hinaus.
Die Grundkommandos
Bestechung wirkt bei der Erziehung eines Welpen Wunder. Wenn Sie möchten das er sich hinsetzt, halten Sie Ihm einen kleinen Leckerbissen vor die Nase und sagen: Sitz ! Dann heben Sie die Belohnung ein Stück höher und halten sie über seinem Hinterkopf. Wenn Ihr Hund den Leckerbissen nicht aus den Augen lässt, muss er den Kopf nach hinten neigen, und sein Hinterteil senkt sich ganz von alleine auf den Boden. Geben Sie Ihm die Belohnung, wenn er sitzt, und loben Sie Ihn dann.
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